By Ines-Jacqueline Werkner, Antonius Liedhegener

Das Buch stellt sich den essenziellen Fragen von Krieg und Frieden aus ethischer und religiöser Perspektive. Ziel ist es, die gegenwärtig stark umstrittene Lehre vom gerechten Krieg in den globalen Kontext einzubinden und aktuelle Weiterentwicklungen innerhalb – sowie außerhalb – dieser stark vom Christentum geprägten Lehre zu analysieren. Erörtert werden aktuelle theoretische Ansätze des gerechten Krieges, Gegenkonzepte wie das von den beiden großen Kirchen in Deutschland unterstützte und mitformulierte Konzept des Gerechten Friedens sowie Konzepte über Krieg und Frieden in anderen Weltreligionen. Gerade mit den weltpolitischen Veränderungen nach 1989/90 ist eine systematische Reflexion der Kriterien, unter denen militärische Interventionen erlaubt sein könnten, wieder dringend geworden, und dies nicht nur im abendländisch christlichen, sondern vor allem auch im globalen, multikulturellen und multireligiösen Kontext.

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Best political history books

Kosovo: The Path to Contested Statehood in the Balkans

In February 2008, Kosovo declared its independence from Serbia. used to be this the ultimate bankruptcy within the break-up of Yugoslavia and the profitable end to the Balkan Wars of the 1990s?  Or used to be it only one extra unsuitable flip within the route to balance within the Balkans which has set a perilous precedent for neighborhood clash in the course of the global?

The Political Thought of the Dutch Revolt 1555-1590 (Ideas in Context)

This ebook is a accomplished research of the background of the political considered the Dutch rebel (1555-90). It explores the advance of the political principles which stimulated and legitimized the Dutch resistance opposed to the govt. of Philip II within the Low nations, and which grew to become the ideological foundations of the Dutch Republic because it emerged as one of many major powers of Europe.

Foucault’s Legacy

Foucault's Legacy brings jointly the paintings of 8 Foucault experts in a huge number of essays marking the twenty fifth anniversary of Foucault's loss of life. targeting the significance of Foucault's so much significant rules for present-day philosophy, the publication exhibits how his impression is going past his personal canonical culture and linguistic milieu.

Governing Hibernia : British politicians and Ireland 1800-1921

The Anglo-Irish Union of 1800 which tested the uk of significant Britain and eire made British ministers in London extra without delay liable for Irish affairs than had formerly been the case. The Act didn't, notwithstanding, offer for complete integration, and left in lifestyles a separate management in Dublin less than a Viceroy and a first-rate Secretary.

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Im Licht der hier vertretenen Interpretation ließe sich die thomanische Begründung, dass Fürsten gerechte Kriege zu führen haben, so wiedergeben: „Da aber die Sorge für das Gemeinwesen der ganzen Christenheit (respublica) den Fürsten anvertraut ist, ist es auch ihre Sache, die öffentliche Ordnung in der Stadt oder im Königreich oder in der ihnen unterworfenen Provinz zu schützen. Und wie sie diese erlaubterweise mit dem materialen Schwert (materialis gladius) gegen ihresgleichen, die sich ihrerseits als Unruhestifter erweisen (contra interiores quidem perturbatores), verteidigen, indem sie die Übeltäter bestrafen – gemäß Röm 13, 4: ‚Nicht umsonst trägt sie (die Obrigkeit) das Schwert; ist sie doch Gottes Dienerin, Vollstreckerin des Zorngerichtes für den, der Schlechtes tut‘ –, so ist es auch ihre Aufgabe, mit dem Schwert des Krieges das Gemeinwesen gegen äußere Feinde zu schützen.

H. Beck. Dyck, Andrew R. (1998): A Commentary on Cicero. De officiis. 2. Aufl. Ann Arbor: The University of Michigan Press. Forschner, Maximilian (2004): Naturrechtliche und christliche Grundlegung der Theorie des gerechten Krieges in der Antike (bei Cicero und Augustinus). In: Gymnasium, 111: 6, 557-572. Fuchs, Harald (1973): Augustin und der Antike Friedensgedanke (Nachdruck der Ausgabe von 1926). New York/London: Garland Publishing. Fuhrer, Therese (2004): Augustinus. Darmstadt: Wissenschaftliche Buchgesellschaft.

Gerhard Beestermöller „Rettet den Armen und befreit den Dürftigen aus der Hand des Sünders“ (Ps 82, 4). Thomas von Aquin und die humanitäre Intervention1 Thomas von Aquin und die humanitäre Intervention2 Dieses Psalmzitat nimmt eine zentrale Stellung in der thomanischen Lehre vom gerechten Krieg ein. Mit ihr begründet der Aquinate, so die These, die Verpflichtung der christlichen Fürsten, jenseits des christlichen Herrschaftsbereiches für die Rechte von Christen einzutreten, wenn sie keinen Rechtsschutz durch die unmittelbar zuständige Autorität erfahren.

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