By Gabriele Steuer

​Fehler im Unterricht werden oftmals nicht als Lernchance wahrgenommen und genutzt – stattdessen werden Fehler häufig als etwas Negatives und Beschämendes empfunden, da sie in der Regel a number of unfavorable Konsequenzen nach sich ziehen. Gabriele Steuer konzeptualisiert das Fehlerklima in der Schulklasse anhand von acht Dimensionen sowie einem übergeordneten Faktor und entwickelt ein entsprechendes Messinstrument. Anhand dessen untersucht sie die Zusammenhänge zwischen dem Fehlerklima und zahlreichen unterschiedlichen lernrelevanten Konstrukten sowie Leistungsmaßen. Zusätzlich leistet die Autorin eine Abgrenzung zu weiteren Kontextmerkmalen. Das Ergebnis der Arbeit ist ein differenzierteres Verständnis eines adaptiven bzw. maladaptiven Umgangs mit Fehlern in der Schule – sowohl auf individueller Ebene als auch auf Klassenebene.​

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Fehlerklima in der Klasse: Zum Umgang mit Fehlern im Mathematikunterricht

​Fehler im Unterricht werden oftmals nicht als Lernchance wahrgenommen und genutzt – stattdessen werden Fehler häufig als etwas Negatives und Beschämendes empfunden, da sie in der Regel a number of adverse Konsequenzen nach sich ziehen. Gabriele Steuer konzeptualisiert das Fehlerklima in der Schulklasse anhand von acht Dimensionen sowie einem übergeordneten Faktor und entwickelt ein entsprechendes Messinstrument.

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Erst in der Schule findet ein Wandel statt und Fehler sind von nun an enger mit negativen Konsequenzen gekoppelt. Fehler stellen in der Schule Indizien dafür dar, was nicht gelernt wurde, und werden in der Folge zur Ursache von schlechten Noten (vgl. Bienenstein & Rother, 2009). Im späteren (Arbeits-)Leben, dessen Komplexität und Dynamik stetig zunimmt, sind nicht mehr nur schlechte Noten die Konsequenz von Fehlern. B. in Aufgaben, nicht angemessen abgebildet (vgl. Weingart, 2004). Stattdessen werden in Aufgaben nur Aspekte von Problemen behandelt und Stoff sehr fein aufgegliedert.

Doch auch das Verhalten von Mitschülerinnen und Mitschülern in Lernsituationen, in denen Fehler auftauchen, beeinflusst das Fehlerklima. Insgesamt konstituiert sich das Fehlerklima hauptsächlich aus Qualität und Quantität verbaler und schriftlicher Interaktionen im Klassenkontext (vgl. , 1997). Der Begriff „Fehlerkultur“ ist in der pädagogisch-psychologischen Literatur bereits verbreitet und wurde hauptsächlich von der Forschergruppe um Fritz Oser ab Beginn der 1990er Jahre geprägt. Caspary (2008) beschreibt die Paradoxie der Konnotationen der beiden Wortbestandteile: „Fehler“ steht als ein negativ konnotierter Begriff am Anfang und auf ihn folgt „Kultur“, ein Wort das eher positiv konnotiert ist.

Tulis (2010) konnte in ihrer bereits erwähnten Studie zeigen, dass positiv aktivierende Emotionen wie Stolz oder Freude, positiv mit einer FehlerLernorientierung zusammenhängen. B. Langeweile oder Ärger) hingegen korrelierten negativ mit dem Konstrukt. Außerdem konnte gezeigt werden, dass in Klassen mit positiv ausgeprägtem Fehlerklima die negativen Emotionen nicht gering, sondern moderat ausgeprägt waren (vgl. Spychiger, 2006). Ein adaptiver Umgang mit Fehlern findet folglich nicht in Abwesenheit sämtlicher negativer Emotionen statt, sondern benötigt ein moderates Ausmaß derjenigen negativen Emotionen, die zum Lernen beitragen können (vgl.

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